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Entstehungsgeschichte
 
Die älteste Hörhilfe ist die Handmuschel. Auf ihr basiert der im 14. Jahrhundert entwickelte Hörfächer. Im 19. Jahrhundert gab es Hörschläuche und verschiedene Hörrohr-Konstruktionen. 1904 wurde das erste Hörgerät, 1934 das erste tragbare Hörgerät gebaut. Es war ein riesiger Kasten. Daraus entwickelten sich in den 1940er Jahren die so genannten Taschengeräte, deren Ära bis 1960 andauerte. Ihnen folgten Hörbrillen, Hinter-dem-Ohr-Geräte und Im-Ohr-Geräte – kurz die digitalen Hörgeräte.

Viele Menschen sind mit den digitalen Hörgeräten gut versorgt – doch nicht alle. Schuld daran ist der Verschluss des Gehörganges mit einem Ohrpassstück. Das verursacht oftmals Druckgefühle im Ohr, erhöhte Feuchtigkeitsbildung und daraus resultierende Reizungen des Gehörgangs. Auch ein verändertes Empfinden der eigenen Stimme und eine übermäßige Wahrnehmung von eigenen Kau- und Essgeräuschen können durch das Tragen eines Ohrpassstückes entstehen.

Mit Blick auf diese Probleme machten sich einige Firmen daran, Implantate für mittlere und hochgradige Hörverluste zu erfinden. Viele Tüftler waren so engagiert, dass sie Tag und Nacht an ihren Ideen feilten. Einer von ihnen war Geoffrey Ball, der selbst Hörprobleme hatte. Balls entwickelte in den 1990er Jahren den Prototypen für Vibrant Soundbridge und stellte sich als Testpatient zur Verfügung. Das System erwies sich als erfolgreich, wurde weiterentwickelt und begann den amerikanischen Markt zu erobern. Seit einigen Jahren ist Vibrant Soundbridge auch in Deutschland erhältlich.