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Hoerbrille  
 
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Entstehungsgeschichte
 

Die älteste Hörhilfe ist die Handmuschel. Auf ihr basiert der im 14. Jahrhundert entwickelte Hörfächer. Im 19. Jahrhundert gab es Hörschläuche und verschiedene Hörrohr-Konstruktionen. 1904 wurde das erste Hörgerät, 1934 das erste tragbare Hörgerät gebaut. Es war ein riesiger Kasten. Daraus entwickelten sich in den 1940er Jahren die so genannten Taschengeräte, deren Ära bis 1960 andauerte. Noch vor der Erfindung der Hinter-dem-Ohr-Geräte und der Im-Ohr-Geräte kam die Hörbrille auf den Markt.

Die Hörbrille basiert auf der einfachen Formel: „Zwei Probleme – eine Lösung“. Die erste Hörbrille wurde in Deutschland 1954 angeboten. Es handelte sich um eine Designerhörbrille, also um eine Hör- und Sehhilfe aus einem Guss. Designed war an der Hörbrille damals allerdings noch nicht so viel. Die Beigeisterung der Kunden hielt sich daher in Grenzen. „Das Ding ist so klobig“, kritisierten sie. „Einfach hässlich!“ Der Umsatz der Industrie war entsprechend minimal.

An der Designerhörbrille wurde daher weiter getüftelt. Das erklärte und schließlich erreichte Ziel war eine schmale und damit optisch ansprechende Designerhörbrille. Parallel dazu wurde die Adapterbrille entwickelt. Damit hatten die Kunden erstmals die Möglichkeit ihre eigene Brille zu behalten – allerdings nur, wenn sie ein Modell hatten, das als Adapterbrille geeignet war.